USB 3.0: schneller als je zuvor

Die ersten zertifizierten usb3.0-Produkte wurden auf der CES in Las Vegas gezeigt. Ein großer Teil davon ist jetzt endlich verfügbar. Zeit, Bilanz zu ziehen und sich einen Überblick zu verschaffen. Ist USB 3.0 auf Ihrem nächsten PC unbedingt erforderlich oder sogar ein Upgrade wert?

Es wurde jahrelang darüber gesprochen, aber jetzt sind endlich USB 3.0-Produkte verfügbar. Und das war an der Zeit, denn USB 2.0 erblickte vor zehn Jahren das Licht der Welt. Während USB 2.0 eine Revolution gegenüber dem ursprünglichen Standard war, war es gleichzeitig eine Enttäuschung. Die Durchsatzgeschwindigkeit stieg von 11 Mbit / s auf theoretische 480 Mbit / s, aber die Praxis zeigt, dass in vielen Fällen weniger als die Hälfte dieser Geschwindigkeit tatsächlich erreicht wird. Oft können nicht mehr als 20 bis 30 MB / s aus USB 2.0 herausgedrückt werden, was einer effektiven Geschwindigkeit von 240 Mbit / s entspricht. Selbst Firewire erzielt mit 400 Mbit / s noch bessere Ergebnisse. Die enttäuschende Geschwindigkeit ist besonders nachteilig für Geräte, die stark auf schnelle Leistung angewiesen sind, wie externe Festplatten und schneller Flash-Speicher.Trotz dieser Nachteile wurde USB 2.0 ein großer Erfolg und der schnellere Firewire, der später mit einer 800-Mbit / s-Version geliefert wurde, verschwand langsam vom Verbrauchermarkt. Firewire ist im professionellen Bereich immer noch weit verbreitet.

Jetzt, da wir immer mehr und größere Dateien verwenden, beispielsweise über MP3-Player, Foto- und Videokameras, wird das Tempolimit von USB 2.0 zunehmend eingeschränkt. 2007 gab Intel bekannt, dass der USB 3.0-Standard - SuperSpeed ​​genannt - vollständig ist und Unternehmen über das USB Implementers Forum mit der Entwicklung neuer Produkte beginnen können. Jetzt, drei Jahre später, erscheinen die ersten Produkte auf dem Markt.

Bessere Technik

Aus den früheren „Mängeln“ und Mängeln von USB 2.0 wurden Lehren gezogen, wodurch USB 3.0 ein viel effizienteres Protokoll als sein Vorgänger ist. Der USB 2.0-Standard sendet alle Daten über den USB-Bus an alle angeschlossenen Geräte. Wenn mehrere USB-Geräte verwendet werden, verringert sich die verfügbare Bandbreite erheblich. Dies liegt daran, dass alle Geräte die theoretischen 480 Mbit / s gemeinsam nutzen müssen. USB 3.0 sendet die Daten vom Host direkt an das empfangende Gerät, was natürlich viel effizienter ist. Der neue Standard behandelt Energie auch viel effizienter und verbraucht daher weniger Energie (was insbesondere für mobile Geräte von Vorteil ist).

All dies reicht jedoch nicht aus, um die Geschwindigkeit erheblich zu erhöhen, so dass sich einige Dinge in der Verkabelung geändert haben. Zusätzlich zu zwei Drähten für Nicht-SuperSpeed-Daten (lesen Sie: USB 2.0) gibt es vier neue Drähte für SuperSpeed-Daten (USB 3.). Die Drähte sind auch vollständig voneinander abgeschirmt. Durch die zusätzlichen Kabel ist das USB-Kabel viel dicker als ein USB 2.0-Kabel. Da ein USB 3.0-Kabel mehr Kabel enthält, sind auch andere Verbindungen erforderlich. Diese Verbindungen sind so konzipiert, dass die Kompatibilität mit USB 1.1 und 2.0 weiterhin besteht. Die vier Standardkontakte befinden sich daher an derselben Stelle. Oben befinden sich jedoch fünf weitere Kontakte. Wenn sie an eine USB 2.0-Verbindung angeschlossen sind, tun sie nichts, sodass nur die USB 2.0-Kabel funktionieren. Der USB 3.0 Verbindungen haben entsprechende Kontakte, damit das Kabel optimal funktioniert.

Das Gegenteil ist auch der Fall: Ein USB 2.0-Kabel kann an einem USB 3.0-Anschluss verwendet werden, funktioniert dann aber mit der „alten“ Geschwindigkeit. Um den Unterschied deutlich zu machen, sind USB 3.0-Kabel und -Anschlüsse am Ende blau gefärbt, anstatt das übliche Schwarz von USB 2.0. Das an das USB 3.0-Produkt angeschlossene Kabel hat eine etwas andere Verbindung (Typ B). Oben, wo sich die neuen Kontaktpunkte befinden, wurde eine zusätzliche Kerbe angebracht. Der Micro-USB-Anschluss wurde auch für mobile Produkte angepasst. Es war einfach zu klein, um die fünf neuen Kontakte hinzuzufügen. Neben dem USB 2.0-Anschluss befindet sich ein zweiter, geringfügig breiterer Anschluss. Es passt nicht auf ein USB 2.0-Gerät.

USB 3.0-Kabel unterscheiden sich zwar physisch von USB 2.0, sind jedoch hochkompatibel.