Nokia 1.3: billig und gut?

Das Nokia 1.3 ist ein Smartphone mit spezieller Android Go-Software und einem sehr günstigen Preis von 99 Euro. Bietet das Telefon ein ausreichendes Preis-Leistungs-Verhältnis oder ist es besser, weiter zu sparen? Sie können es in diesem Nokia 1.3 Test lesen.

Nokia 1.3

Listenpreis € 99, ​​-

Farben Schwarz, Gold und Blau

Betriebssystem Android 10 (Go Edition)

Bildschirm 5,71 Zoll LCD (1520 x 720) 60 Hz

Prozessor 1,3 GHz Quad-Core (Snapdragon 215)

RAM 1 GB

Speicher 16 GB (erweiterbar)

Batterie 3.000 mAh

Kamera 8 Megapixel (hinten), 5 Megapixel (vorne)

Konnektivität 4G (LTE), Bluetooth 4.2, WiFi 4, GPS

Größe 14,7 x 7,1 x 0,94 cm

Gewicht 155 Gramm

Website www.nokia.com 8 Punktzahl 80

  • Vorteile
  • Herausnehmbarer Akku
  • Android Go Edition und 2 Jahre Updates
  • Großartiger Bildschirm
  • Negative
  • Begrenzte Hardware
  • Den Rücken zu lockern ist ein Drama

Das Äußere des Smartphones hinterlässt einen gemischten Eindruck. Trotz seines Kunststoffgehäuses fühlt sich das Gerät solide an und liegt bequem in der Hand. Das Problem beginnt, wenn Sie die Rückseite entfernen möchten, was laut Nokia ein Kinderspiel ist. Ich brauchte fünfzehn Minuten, zwei halbe Nägel und viel Fluchen. In den sechs Jahren, in denen ich Smartphones getestet habe, habe ich noch nie einen so schwierigen austauschbaren Rücken erlebt. Ich kann dich denken hören: dann lasse ich es einfach sitzen? Das ist leider nicht möglich. Sie müssen die Rückseite entfernen, um den Akku, Ihre SIM-Karte (n) und möglicherweise die Micro-SD-Karte in das Telefon einzulegen. Der austauschbare Akku ist schön, da Sie ihn leicht austauschen können, wenn er nach einigen Jahren abgenutzt ist. Mit einem zusätzlichen Akku in der Tasche sind Sie auch nicht auf eine Power Bank oder Steckdose angewiesen.

Großartiger Bildschirm

Der Bildschirm des Nokia 1.3 misst 5,71 Zoll und kann mit nur einer Hand bedient werden. Am oberen Bildschirmrand befindet sich eine große Aussparung für die mittelmäßige Selfie-Kamera. Das Display gefällt mir besser: Durch die HD-Auflösung sieht das Bild scharf aus und Dinge wie Helligkeit und Farbwiedergabe sind auch gut genug. Hinweis: Für ein Smartphone, das weniger als hundert Euro kostet. Teurere Telefone haben einen besseren Bildschirm.

Schlechte Kameras

Der niedrige Verkaufspreis spiegelt sich auch in der Hardware wider. Das Nokia 1.3 kann nur 2,4-GHz-WiFi-Netzwerke (WiFi 4) verarbeiten, hat keinen Fingerabdruckscanner und eine einfache Kamera auf der Rückseite. Sie können damit Fotos für WhatsApp oder Facebook machen, aber es endet dort.

Der verwendete Snapdragon 215-Prozessor und 1 GB RAM liefern ein langsames Smartphone, das regelmäßig einfach so stottert. Viele Apps laufen mit Störungen. Spiele können auf diesem Gerät kaum gespielt werden. In meinen Tagen mit dem Nokia 1.3 habe ich festgestellt, dass Telefone von 150 bis 200 Euro erheblich schneller sind als dieses Modell.

Der Speicher des Smartphones ist ebenfalls auf 16 GB begrenzt. Sie haben ca. 13 GB zur Verfügung, um Apps, Fotos und andere Medien zu speichern. Sie können den Speicher mit einer Micro-SD-Karte erweitern. Der 3000 mAh Akku ist relativ groß, was sich jedoch leider nicht in der Akkulaufzeit widerspiegelt. Das Nokia 1.3 hält einen Tag ohne Probleme und muss dann aufgeladen werden. Dies gilt auch für die Konkurrenz, oft mit kleineren Batterien. Das Laden des Akkus über den Micro-USB-Anschluss dauert Stunden. Es ist schön, dass Nokia neben einem USB-Kabel auch einen Stecker liefert - in diesem Preissegment nicht Standard.

Android 10 (Go Edition)

Wie viele andere spottbillige Android-Smartphones läuft das Nokia 1.3 auf Android 10 (Go Edition). Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ist dies die neueste Version von Android Go, einer Software, die speziell für preisgünstige Telefone entwickelt wurde. Android Go ist einfach zu bedienen und bietet alle Funktionen und Apps, die Sie benötigen. Es wird viel Wert auf die Verwendung des Google-Assistenten gelegt, und das hätte mir weniger gefallen.

Das Besondere ist, dass Nokia eine klare Update-Richtlinie für das 1.3 garantiert. Das Gerät wird sowieso Android 11 bekommen, das im Herbst veröffentlicht wird. Der Hersteller verspricht außerdem, Sicherheitsupdates bis April 2022 herauszubringen. Erfahrungen mit älteren, billigen Nokia-Handys zeigen, dass Nokia seine Versprechen einhält, dies jedoch in der Regel lange dauert. Trotzdem ist es sehr schön, dass ein so billiges Smartphone für eine Weile Software-Updates bekommt.

Fazit: Nokia 1.3 kaufen?

Wenn Sie aus irgendeinem Grund nicht mehr als hundert Euro für ein neues Smartphone ausgeben möchten, ist das Nokia 1.3 auf jeden Fall eine Überlegung wert. Das Gerät macht das, was es tun soll, führt benutzerfreundliche Software aus und erhält Updates häufiger und länger als die meisten Mitbewerber. Wenn Sie bereit und in der Lage sind, 150 Euro einzuzahlen, empfehle ich Ihnen dringend, dies zu tun. Es bietet Ihnen ein deutlich besseres und vollständigeres Smartphone, von dem die Benutzererfahrung jeden Tag und für lange Zeit profitiert. Hier finden Sie unsere aktuelle Übersicht mit den besten Smartphones bis 150 Euro und den besten Geräten zwischen 150 und 200 Euro.