Traumfotos mit Lomographie machen

Lomographie ist ein Konzept, das Sie wahrscheinlich schon einmal gehört haben. Nehmen Sie traumhafte Fotos mit einer kostengünstigen und technisch eingeschränkten Lomo-Kamera auf oder verwenden Sie Ihren Computer, um den gleichen Effekt zu erzielen. In diesem Artikel erklären wir, was Lomographie ist, wie Sie solche Fotos selbst aufnehmen können und wie Sie Fotos bearbeiten, um ihnen eine ganz besondere Atmosphäre zu verleihen.

Tipp 01: Lomographie

Die Lomographie basiert auf einer alten russischen Kamera, der Lomo LC-A. Diese Kamera von 1984 wurde in den 1990er Jahren von einer Reihe österreichischer Kunststudenten häufig verwendet. Die Schüler entdeckten, dass man mit der technisch begrenzten Kamera interessante Schnappschüsse machen konnte. Die Fotos, die Sie mit einer LC-A aufnehmen, sind oft überbelichtet, zeichnen sich durch einen hohen Kontrast aus und sind manchmal geradezu vage, aber: Sie haben immer eine Art romantischen und verträumten Charakter. Vergleichen Sie es ein wenig mit der Qualität einer alten Polaroid-Kamera. Ein österreichischer Kamerahersteller registrierte den Namen Lomography und startete die neue Kamerarevolution als Lomographische AG. Heute verkauft das Unternehmen nicht nur Kameras und die dazugehörigen Filmrollen, sondern betreibt auch die erfolgreiche Website www.lomography.com. Möchten Sie mit der Lomographie beginnen?Dann ist diese Website der beste Ausgangspunkt. Lomography.com bietet zahlreiche Tipps und Informationen zu Lomography. Bei Aufnahmen mit einer Lomo-Kamera geht es nicht darum, die besten Fotos aufzunehmen, sondern vielmehr darum, einen bestimmten Moment oder eine bestimmte Atmosphäre so geschmackvoll wie möglich festzuhalten. Lomografie ist auch mit dem Instagram-Look verbunden: dunkle Ränder, ein weicher Fokus und eine körnige Qualität.

Lomography.com bietet viele Tipps, Wettbewerbe und Hintergrundinformationen zu Lomography

Tipp 02: Kameras

Von Zeit zu Zeit finden Sie bei eBay oder Marktplaats immer noch einen alten Lomo LC-A. Sie können die Kamera für etwa fünfzig bis sechzig Euro bekommen. Die Lomographische AG hat ein neues LC-As im Sortiment, dafür zahlen Sie aber 399 Euro. Eine günstigere Option ist die beliebte Diana F +. Sie können diese Kamera für knapp 40 Euro in verschiedenen Webshops bestellen. Das Design der Plastikkamera ist sehr retro. Sie können den großen Blitz entfernen, wenn Sie tagsüber Bilder aufnehmen möchten. Ein weiteres beliebtes Modell ist der Lomo'Instant. Mit dieser Kamera machen Sie Fotos, die sofort entwickelt werden und aus der Kamera kommen (die alte Polaroid-Idee). Im Webshop finden Sie viele weitere Modelle: die ONDU 135 zum Aufnehmen separater Lochfotos, Kameras mit Fischaugenobjektiven wie die Fisheye One Nautic und die Lomokino sowie eine Kamera, mit der Sie kurze analoge Videos mit 144 Bildern erstellen können.Wenn Sie gerne basteln, können Sie den Konstruktor auch für 39 Euro kaufen. In der Box finden Sie eine Verpackung mit separaten Teilen, die Sie ohne Kleber oder schwierige Arbeiten zusammenbauen können. Sie können Ihr Gerät mit den mitgelieferten Aufklebern dekorieren.

Instax

Eine weitere beliebte analoge Kamera ist die Instax. Diese Sofortbildkamera von Fujifilm entwickelt Ihr Foto sofort. Sie verlassen das Foto für eine halbe Minute und langsam erscheint der Druck auf dem Papier. Für eine Instax-Kamera benötigen Sie spezielles Filmpapier, das Sie in Zehnerpackungen kaufen.

Tipp 03: Filmrollen

Sie benötigen Filmrollen, um analoge Fotos aufzunehmen. Der ursprüngliche LC-A verwendete 35-mm-Film, für den modernen LC-A und Diana F + benötigen Sie einen sogenannten 120-Film. Der LC-A + verwendet jedoch einen 35-mm-Film. Sie können Filmrollen über den Webshop bestellen, aber Sie können sie natürlich auch bei jedem Fotospezialisten kaufen. Es sind Rollen erhältlich, die speziell für Lomo-Kameras hergestellt wurden. Mit dem Revelog 24EXP Tesla werden beispielsweise zufällige blaue und weiße Flecken auf Ihrem Foto angezeigt. Sie können Schwarzweißrollen kaufen, Rollen, die Ihren Fotos eine bestimmte Textur verleihen, und Rollen, die Farben intensivieren oder den Kontrast verringern. Welche Art von Film zu Ihnen passt, ist sehr persönlich. Es geht also ums Experimentieren!Jede Kamera liefert in Kombination mit einer bestimmten Rolle auch völlig unterschiedliche Ergebnisse.

Film entwickeln

Da Sie mit analogen Filmen arbeiten, müssen Sie Ihre Fotos entwickeln lassen. Dies ist kein Problem: Die meisten Fotofachgeschäfte verfügen noch über einen Entwicklungsservice. Das heißt, wenn Sie 35-mm- oder 135-mm-Filmnegative in Farbe verwenden. Für 120 Brötchen oder Schwarz-Weiß-Brötchen muss man sich ein Fachgeschäft suchen.

Tipp 04: Zubehör

Für jede Lomo-Kamera ist Zubehör erhältlich, um noch interessantere Fotos aufzunehmen. Sie können spezielle Objektivaufsätze bestellen oder einen farbigen Blitz verwenden, um die Lichttemperatur zu beeinflussen. Die Lomographische AG verkauft auch spezielle Kits für verschiedene Kameras. Zum Beispiel haben Sie das Diana Deluxe Kit für zweihundert Euro. Neben der Kamera und dem Blitz erhalten Sie unter anderem einen Blitzschuhadapter. Dies ist ein Adapter, den Sie oben auf Ihrer Kamera anklicken können, um anderes Zubehör zu verwenden. Das Kit enthält verschiedene Objektive und den Diana Splitzer, einen Aufsatz, mit dem Sie zwei Fotos durch Doppelbelichtung zu einem Foto kombinieren können. Dazu später mehr.

Smartphone

Wenn Sie keine Lomo-Kamera haben, können Sie mit verschiedenen Apps ähnliche Ergebnisse erzielen. Die Kamera-App Ihres Smartphones verfügt höchstwahrscheinlich über eine Reihe von Filtern, die sich wie ein Lomo anfühlen. Dies ist natürlich nur ein Filter: Das Foto wird nicht körniger und die meisten Filter verdunkeln die Ecken nicht wie bei einer Lomo-Kamera. Einige nette Apps mit Lomo-Filtern sind Hipstamatic, Reflex, Delight und Fisheye.

Typisch Lomo: Kombinieren Sie zwei Aufnahmen für einen Spezialeffekt