Antivirus: Was ist der beste Virenscanner?

Obwohl die Marketingabteilung von Microsoft immer wieder sagt, Windows 10 sei "das sicherste Windows aller Zeiten", ist das Betriebssystem immer noch anfällig für Malware. Die Installation eines zusätzlichen Schutzes bleibt daher unverändert. Aber was ist der beste Virenscanner? Und reicht es mit nur einem Antivirenprogramm oder ist es noch sicherer? In diesem Artikel kehren wir zu den Grundlagen zurück, um diese Frage zu beantworten.

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Microsoft investiert seit Jahren in die Sicherheit seiner Produkte. In Windows 10 gibt es in der Tat wichtige neue Sicherheitsfunktionen. Die vielleicht wichtigste ist die virtualisierungsbasierte Sicherheit (vbs). Vbs verwendet die Virtualisierungstechnik im Prozessor, um kritische Teile des Betriebssystems zu trennen. Dies macht es für Malware weniger einfach, die volle Kontrolle über den PC zu übernehmen, sobald er auf den Computer gelangt. Eine weitere neue Technik ist SmartScreen: ein Microsoft-Clouddienst, der die Reputation von Websites und Downloads überprüft, um Phishing und Malware zu bekämpfen.

Sicherer aber noch nicht sicher

Während Windows 10 sicherlich sicherer ist, heißt das nicht, dass es sicher ist. Der Hauptgrund dafür ist Windows Defender, das Echtzeit-Antivirenprogramm von Microsoft, das immer vorhanden ist und sich selbst einschaltet, wenn kein anderes Antivirenprogramm installiert ist. Das Problem mit Windows Defender ist, dass es nicht gut genug ist. Die Leistung ist sowohl beim Erkennen als auch beim Entfernen von Malware nur schlecht, wie die Tests renommierter Antivirenforscher wie AV-Test und AV-Comparatives immer wieder gezeigt haben.

Eine Hauptursache ist, dass Windows Defender fast ausschließlich auf Virensignaturen angewiesen ist, um Malware zu erkennen. Eine Virensignatur ist Teil des Programmcodes eines Virus, anhand dessen ein Antivirenprogramm die Malware erkennen kann. Viren sind schlauer geworden und verwenden ein Arsenal von Techniken, um die Erkennung zu verhindern. Beispielsweise ändert ein Virus kontinuierlich seinen eigenen Programmcode oder verschlüsselt sich selbst. Windows Defender hat immer noch unzureichende Antworten auf diese Techniken, sodass Malware wieder freie Hand hat. Laut Experten wie Andres Marx vom Antiviren-Testlabor AV-Test eignet sich Windows Defender besonders als "grundlegende Sicherheitslösung, die jedoch nicht ausreicht, wenn Sie online einkaufen und Zahlungen tätigen".

Ob Windows Defender jemals gut genug sein wird, um andere Antivirenprogramme überflüssig zu machen, wissen wir natürlich nicht. Microsoft hat eine bessere Version von Windows Defender, die Cloud-Technologie und Verhaltenserkennung viel stärker nutzt, um Malware zu erkennen. Der erweiterte Windows Defender-Bedrohungsschutz (ATP) verkauft ihn derzeit jedoch nur an Unternehmen. Pläne, dieses Produkt auch Verbrauchern zur Verfügung zu stellen, sind nicht bekannt - zumindest bei Microsoft Niederlande.

"Einheitlichkeit macht den PC nicht sicherer"

Trotz seiner schlechten Leistung hat Windows Defender laut Andreas Marx vom unabhängigen Antivirenlabor AV-Test einen erheblichen Einfluss auf die neuesten Malware. Windows Defender ist zum Hauptziel von Virenherstellern geworden. Die Kriminellen arbeiten jetzt, bis ihre Malware von Windows Defender zumindest nicht erkannt wird. “ Laut Marx ist dies auch ein wichtiger Grund, sich nicht massenhaft auf die Sicherheit von Windows Defender zu verlassen. „Für einen Virenhersteller ist es viel einfacher, sich für ein Programm unsichtbar zu machen als für mehrere. Daher wird Windows nicht sicherer, wenn alle dieselbe Antivirensoftware verwenden. Die Unvorhersehbarkeit der Antivirensoftware auf einem PC erschwert es Virenherstellern, die Sicherheit zu durchbrechen. “

Welche zusätzliche Sicherheit wird benötigt?

Wie bei allen früheren Versionen des Betriebssystems ist es daher auch erforderlich, ein zusätzliches Sicherheitsprogramm unter Windows 10 zu installieren. Das Angebot ist breit. Es gibt nicht nur viele Anbieter, fast jeder Anbieter bietet auch mehrere Varianten eines Sicherheitspakets für Windows an. Es gibt ungefähr vier Varianten. Manchmal gibt es ein kostenloses Antivirenprogramm, es gibt immer ein kostenpflichtiges Antivirenprogramm, normalerweise eine umfassendere Internetsicherheit und manchmal ein noch umfangreicheres Paket, das häufig als "Total Security", "Total Protection" oder "LiveSafe" bezeichnet wird.

Die "echte Firewall" war jahrelang das Hauptargument dafür, nicht nur ein Antivirenprogramm auszuwählen, sondern ein vollständiges Sicherheitspaket zu wollen. Mit Windows 10 ist der Bedarf dafür wieder gesunken. Die Windows-Firewall bietet gute Sicherheit und ausreichende Funktionalität und erfordert auch kaum Aufmerksamkeit. Beispielsweise unterscheidet die Firewall zwischen privaten und öffentlichen Netzwerken und ist intelligent genug, um ein ungesichertes WiFi-Netzwerk immer als öffentlich zu behandeln, selbst wenn es sich um Ihr eigenes WiFi-Netzwerk handelt.

Weitere Extras

Und was für die Firewall gilt, gilt zunehmend für Anti-Spam, Kindersicherung, Anti-Phishing-Browsererweiterungen, Passwort-Manager und Backup. Dies sind alles Funktionen, die nützlich sein können und zur vollständigen Sicherheit beitragen, für die jedoch zunehmend gute Alternativen verfügbar sind. Von Windows selbst oder von anderen Herstellern. Darüber hinaus sind sie manchmal deutlich besser als das, was Sie vom Antiviren-Hersteller erhalten. Der Kauf dieser Extras in Kombination mit Ihrer Antivirensoftware hat auch einen großen Nachteil: Der Wechsel ist nicht so einfach. Ein separates Sicherungsprogramm oder ein separater Passwort-Manager gibt Ihnen die Freiheit, immer ein anderes Programm auszuwählen. Und umgekehrt: Wenn Sie Ihr Antivirenpaket ändern möchten, verlieren Sie nicht plötzlich Ihre gespeicherten Kennwörter und Ihr vertrauenswürdiges Sicherungstool.Gibt es keinen Vorteil in einem Internet-Sicherheitspaket oder einem noch größeren Sicherheitspaket? Ja, es kann eine wirtschaftliche Wahl oder eine gute Fortsetzung eines bestehenden Abonnements sein.

Windows Defender für zusätzliche Sicherheit

Windows Defender ist möglicherweise nicht der beste Schutz, aber Sie können ihn verwenden, um Ihren PC von Zeit zu Zeit auf Malware zu überprüfen. Dazu müssen Sie zunächst ein anderes Antivirenprogramm installieren. Nur dann können Sie die Option Begrenztes periodisches Scannen aktivieren. Dasselbe können Sie beispielsweise mit Malwarebytes tun, einem Nicht-Echtzeit-Scanner, der auch perfekt mit anderer Antivirensoftware verwendet werden kann.